Die Vorgeschichte

Die ersten uns bekannten zweisprachigen „Wörterbücher“ waren auf Tontafeln geritzte Wortgleichungen, die bis ins Jahr 3.000 vor Chr. reichen.
Aus dem 8. Jh. nach Chr. sind uns handschriftliche Wortlisten Latein-Muttersprache – sog. Glossare – bekannt, die als Lernhilfe in den Klosterschulen dienten.
Ab der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jh verbreiteten sich im Zuge des sich ausbauenden Handels und der damit verbundenen Reisen mehrsprachige Reisewörterbücher, die sich großer Beliebtheit erfreuten.

Die Anfänge

Die ersten umfangreichen, gedruckten zweisprachigen Wörterbücher mit modernen Fremdsprachen stammen aus dem 16./17. Jahrhundert. Damals wurden die Wörterbücher von einem einzigen Menschen geschrieben, der oft Sprachlehrer war: So schrieb das erste deutsch-englische Wörterbuch (1716) der Gelehrte Christian Ludwig für den Hannoveraner Erben des britischen Throns Georg I. Dieser erbte den Thron, ohne ein Wort Englisch zu sprechen!

Die ersten einsprachigen Wörterbücher erschienen erst ab dem 17. Jh.

Heute 

Die Gründung der Marke PONS fällt natürlich schon in das „elektronische Zeitalter“. In dieser Zeit hat sich die Wörterbucharbeit und damit das Profil des professionellen Lexikographen stark gewandelt. Heutzutage werden Wörterbücher mithilfe der Elektronik (Wörterbuchsoftware, Datenbanken, Sprachkorpora, Internetrecherche usw.) meist von Autorenteams erstellt und von Sprachverlagen verlegt (siehe dazu Wie entsteht ein PONS-Wörterbuch). Seit Ende der achtziger Jahre gibt es Wörterbücher nicht nur in Print- sondern auch in elektronischer Form. Ca. 7 Jahre später kommen auch bereits die ersten Online-Wörterbücher ins Internet. Der Kreis der Beitragenden erweitert sich damit vom Lexikographenteam auf die ganze Community. Nun können auch User Wörterbucheinträge schreiben. Wir bei PONS.eu verstehen unser Online-Angebot unter anderem als Kooperation zwischen PONS-Redaktion und Wörterbuch-Community. Daher ist es uns ein Anliegen, die von den unterschiedlichsten Usern weltweit erstellten Einträge so zu bearbeiten, dass sie strukturell einheitlich und inhaltlich korrekt sind. Dies kommt wiederum der internationalen Userschaft zugute.

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