Ein Lebenslauf gehört in jede Bewerbung. Potenzielle Arbeitgeber können dem Lebenslauf entnehmen, wie sehr Sie sich für die Stelle eignen. Aufgrund Ihrer Ausbildung und Ihres beruflichen Werdegangs gewinnt ein Arbeitgeber viele Informationen über Sie. Verfassen Sie Ihren Lebenslauf daher mit großer Sorgfalt, gut strukturiert und übersichtlich – ohne Ihre Individualität zu verstecken.
Was gehört in den Lebenslauf?
Ein Lebenslauf beginnt mit Angaben zu Ihrer Person wie Name, Familienstand und Wohnort. Dann listen Sie die Stationen Ihrer Ausbildung auf. Die Tätigkeiten Ihrer jeweiligen Ausbildungsabschnitte sollten im Vordergrund stehen. Nennen Sie nicht nur Ihren Ausbildungsberuf oder Ihre Studienrichtung. Stellen Sie die Schwerpunkte vor, mit denen Sie sich im Rahmen der Ausbildung oder des Studiums intensiv beschäftigt haben. Das gibt dem Arbeitgeber Hinweise, ob Sie für die Arbeitsstelle besonders qualifiziert sind.
Der Punkt „beruflicher Werdegang“ bietet dem Arbeitgeber weitere Informationen über Ihre Kompetenzen. Werden Sie hier konkret, setzen Sie Schwerpunkte. Ihre genauen Tätigkeiten und die einzelnen Aspekte Ihrer Lehre oder Ihres Studiums sind für einen potenziellen Arbeitgeber sehr wichtig. Weisen Sie auch auf Beförderungen hin oder auf Projekte, bei denen Sie erfolgreich mitgearbeitet haben. Dies zeigt Ihr Engagement für Ihren früheren Arbeitgeber.
Ihre zusätzlichen Qualifikationen sollten Sie im Lebenslauf ebenfalls unterbringen. Dies können Fremdsprachen- oder besondere Computerkenntnisse, Auslandsaufenthalte oder ehrenamtliche Tätigkeiten sein. Diese Zusatzqualifikationen geben Aufschluss über Ihre besonderen Stärken und heben Sie von anderen Bewerbern ab. Dadurch erhält Ihr Lebenslauf eine gewisse Individualität. Allerdings sollten die Zusatzqualifikationen nur kurz und prägnant im Lebenslauf erwähnt werden und auch im Anschreiben nicht viele Zeilen einnehmen. Für eine ausführlichere Darstellung bietet ein Motivationsschreiben Platz, das nach Anschreiben und Lebenslauf in Ihren Bewerbungsunterlagen liegen kann.
Gliederungsentwurf für den Lebenslauf
Ihren Lebenslauf gliedern Sie beispielsweise folgendermaßen:
Je nach angestrebter Stelle lassen Sie einige Kategorien weg und erfinden andere. Bei einer Bewerbung als Fitnesstrainer könnten Sie beispielsweise die Kategorie „Praxis in folgenden Sportarten“ einfügen und bei einer Stelle als Elektroniker eine Kategorie wie „elektronische Spezialkenntnisse“ entwickeln.
Vermeiden Sie Lücken im Lebenslauf
Häufige Wechsel der Arbeitsstelle fallen dem potenziellen Arbeitgeber auf. Oftmals zieht er daraus ein negatives Fazit. Auch lange Phasen der Arbeitslosigkeit können negativ auffallen. Falls Sie in einer Phase der Arbeitslosigkeit Nebenjobs oder Praktika gemacht haben, geben Sie diese in jedem Fall an. Vielleicht haben Sie Sprachkurse absolviert, auch das sollte der potenzielle Arbeitgeber wissen. Vermeiden Sie möglichst das Wort „arbeitslos“. Dieser Ausdruck ist ein häufiger Fehler in Bewerbungen. Verwenden Sie stattdessen den Ausdruck „arbeitsuchend“, um zu signalisieren, dass Sie aktiv etwas gegen die Erwerbslosigkeit getan haben. Setzen Sie für Lücken Begriffe wie zum Beispiel „Bewerbungsphase“ oder „Ausbildungssuche“ ein. Es ist wichtig, das Hauptaugenmerk im Lebenslauf auf Ihre Tätigkeiten bzw. Ihre Ausbildung zu legen. Ihre Qualifikationen sollen im Vordergrund stehen, nicht die Lücken Ihres Lebenslaufs.
Kleinere Lücken im Lebenslauf kaschieren manche Bewerber, indem sie ihre Tätigkeiten nur auf den Monat genau und nicht auf den Tag genau angeben: Statt „07/10/2011 – 17/12/2011: Praktikum bei Unternehmen x“ schreiben Sie „10/2011 – 12/2011: Praktikum bei Unternehmen x“. Dass Sie sich Anfang Oktober und Ende Dezember eine Auszeit gegönnt haben, braucht Ihr Arbeitgeber nicht zu wissen. Zudem macht das Weglassen des Tagesdatums Ihren Lebenslauf übersichtlicher und für den Arbeitgeber leichter erfassbar.